Entrepreneurship als Qualifikation der Zukunft

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Entrepreneurship als Qualifikation der Zukunft

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Erschienen in:
Leistung – Lust & Last
Erziehen in einer Wettbewerbsgesellschaft
Bucher, Lauermann, Walcher (Hrsg.)
Wien 2005
Seite 78 - 106

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Wir müssen uns den Entrepreneur als den Komponisten vorstellen, der ein Ziel vor Augen hat und sein Instrumentarium einzusetzen versteht. Auch der Komponist hat nicht alle Instrumente zu spielen gelernt, so wie der moderne Kapitän nicht Maschinist, Softwarespezialist und Navigationsexperte ist. Es geht um die Beherrschung des Instrumentariums insgesamt, um die Fähigkeit zur Neukombination, um die Abstimmung und Koordination der einzelnen Instrumente, nicht um die Ausbildung an einzelnen Instrumenten.

Solche »Komponisten« finden wir am Markt bisher selten. Es sind die Entrepreneurs, von denen Schumpeter sprach. Vielleicht wird damit verständlich, wie selbst so einfache Konzepte wie das der Gebrüder Albrecht, des Schweizers Duttweiler, die Ikea-Idee des Ingvar Kamprad, aber auch der Teekampagne oder des Ebuero so durchschlagender Erfolg beschieden war. Unter Blinden ist der Einäugige König, sagt das Sprichwort. Wo die Welt des Marktes von Geschäftshubern, bloßer Gewinnmaximierung und Geldgier bestimmt wird, haben auch kleine Ideen eine große Chance. Aus der Kunst wissen wir, daß Gesch.ftstüchtigkeit allein in der Regel nicht zum Erfolg führt. Könnte es sein, daß dies auch für das Wirtschaftsleben gilt?